Freitag, 7. Mai 2010

Erstrebenswerte Perfektion?!



Wie sehr streben wir nach Perfektion? Und ist es erstrebenswert? Man kommt manchmal nicht umhin sich zu fragen: bin ich gut genug für diese Welt? Eine Welt in der Mann ständig nach dem Ideal schaut. Auf Prosieben wird nach dem schönsten Model gesucht auf RTL nach dem besten Sänger. Hat man diesen nun gefunden, befriedigt es dennoch nicht. Ist er wirklich der beste? Nein. Es gibt noch bessere oder? Die Wahl zur Schönheitskönigin ist getroffen. Und? Ist sie nun die schönste Frau in ganz Deutschland, der niemand mehr das Wasser reichen kann oder wurde einfach jemand vergessen? Die Aufgabe die schönste oder den besten in Deutschland zu suchen gestaltet sich mit unter recht schwierig bei rund 82 Millionen Menschen, die man ja nicht alle scannen kann.

Dennoch: auch wenn es kein greifbares Maß aller Dinge gibt sind wir ewig in Versuchung zu vergleichen, zu messen und zu VERbessern. Heute blond – sieht irgendwie jünger aus, frischer und ein bisschen auch wie die und die. Morgen brünett: machen ja auch viel Stars, wer weiß, wie sexy ich bin dann fühle. Und nie ist es genug. Nie ist man vollkommen zufrieden, was schon deprimierend sein kann. Natürlich es ist so banal einfach zu sagen: jeder hat seine Fehler, nobody is perfekt, jeder ist doch irgendwie einzigartig. Einzigartig. Was bedeutet das? Heißt es, dass im Grunde jeder genau richtig ist? Und warum empfinden wir andere als „richtiger“?

Oder sind wir doch einfach nur austauschbar geworden. Selbst jemand, der es ganz nach oben (da stellt sich die nächste Frage: wo zum Teufel liegt dieses „ganz oben“...) geschafft hat, von der Gesellschaft geliebt und bewundert, kann im nächsten Moment tiefer fallen, als erwartet. Und dann kommt jemand neues.

Wenn jemand etwas besonders gut kann, muss er sich zwangsläufig mit diesem Satz konfrontieren:

Du bist nur einer von vielen! Das lässt das Kartenhaus dann schnell zusammenfallen und die Selbstzweifel nagen und zerfressen vielleicht sogar.

Aber wie ist es mit jemandem der es „geschafft“ hat? Wenn man mit seinen Aufgaben wächst, wächst man auch mit dem Druck der sich nun aufgebaut hat?

Dieses Gefühl niemals gut genug, immer austauschbar und im Grunde nichts besonderes zu sein kann einen doch verrückt machen oder? Ganz gleich wer man ist. Ganz gleich wo man steht.

Ich zitiere „Animal Farm“ - Alle Tiere sind gleich. Aber manche sind gleicher.

Wenn das tatsächlich so ist kann sich entweder der Druck in unendliche Qual verwandeln oder aber man kann sich komplett entspannen. Wofür wollen wir uns entscheiden? Falls es möglich ist...

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